Jochen Schmitt
GERECHTIGKEIT MACHT STARK

Hessen braucht Plätze und Qualität in der Kinderbetreuung

Wanderausstellung
+Tagespflege
Die Kritik an der Landesregierung durch Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kommunen, gerade durch das verfehlte Gesetzvorhaben, das sogenannte Kinderförderungsgesetz, ist berechtigt.

Statt Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und auch Kommunen oder Kirchen als Träger der Einrichtungen eine gute rechtliche Grundlage für die Ausgestaltung der Kinderbetreuung zu geben, werden bereits erreichte Standards in Frage gestellt. Größere Gruppen, Einsatz von nicht qualifiziertem Personal und keine Zeitkontingente für wichtige Aufgaben, sind hier die Stichworte.

Die Folgen der verfehlten Politik der Landesregierung im Bereich der Kinderbetreuung, die durch das Gesetz fortgeschrieben werden, bereits jetzt sichtbar. Auch der Gesetzentwurf hält daran fest, grundsätzlich nur Gruppen mit Kindern bis zum schulpflichtigen Alter finanziell zu unterstützen. Hortgruppen werden weiterhin von einer finanziellen Bezuschussung ausgeschlossen. Die Folgen dieser Politik kann man in Karben aktuell deutlich erkennen. Die Bemühung Plätze im Kleinkindbereich zu schaffen - mit erheblichem finanziellem Aufwand - wird auf den Schultern der schulpflichtigen Kinder ausgetragen. Hortplätze werden immer weiter reduziert und durch in der Qualität nicht vergleichbare Angebote der Schülerbetreuung ersetzt.

Für mich fehlt dem Gesetz ein klares Bild, wie Kinderbetreuung in der Zukunft aussehen soll. Die Sozialdemokraten haben ihre Vorstellungen im Wahlprogramm definiert. Eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen wird Grundlage dafür sein, auch ein qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot - in Umsetzung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes - vom Klein- bis zum schulpflichtigen Kind zu garantieren.

Weitere Ausführungen finden Sie im Regierungsprogramm.
Jochen Schmitt

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